Lesung mit Sophie von Bechtolsheim

Aufgrund der aktuellen Gesundheitskrise wurde die Veranstaltung abgesagt!

Exklusives Dokument zum 75. Jahrestag des 20. Juli 1944. Wer war Claus von Stauffenberg wirklich? Jetzt äußert sich seine Enkelin.

Wer von Attentätern hört, der denkt an Terroristen, die aus einer fanatischen Ideologie heraus Angst und Schrecken verbreiten wollen. Nichts davon trifft auf Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu. Stauffenberg und sein gescheiterter Versuch, den nationalsozialistischen Wahnsinn zu stoppen, sind zu einem Mythos geworden, das Gedenken ist ritualisiert. Andererseits provoziert das inzwischen abenteuerliche Gegenentwürfe auf schwacher Faktenbasis. Der wirkliche Mensch Stauffenberg in seiner Vielfalt tritt hinter all diesen Zuschreibungen zurück.

Sophie von Bechtolsheim erzählt erstmals von den zahlreichen Stauffenberg-Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, aber vor allem in der Familie. Sie fragt danach, wie Stauffenberg und die anderen, oftmals vergessenen, Protagonisten des 20. Juli heute noch Vorbilder sein können. Sie erkundet die Kehrseite der Verantwortung, die Schuld, und stellt sich die Frage, wieviel uns heute Freiheit wert ist. Ein Buch über den Mann, der es mit Hitler aufnahm – wie er wirklich war.

Sophie von Bechtolsheim, geb. 1968, Historikerin und Kommunikationswissenschaftlerin; die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg lebt und arbeitet als Mediatorin in Uffing am Staffelsee und setzt sich zudem für den Täter-Opfer-Ausgleich ein. Sie ist verheiratet und hat vier Söhne. Die Autorin ist stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944.

Rubrik: Vorträge, Seminare und Gesprächsabende

Termin: 01. April 2020 (19:00 Uhr)

Ort: pfarrer-ninck-haus, Danziger Str. 7, 56457 Westerburg

Referent/in: Sophie von Bechtolsheim

Kosten: 7,- Euro, Flüchtlinge, Studenten, Schüler, Azubis frei

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Westerburg und Ev. Erwachsenenbildung im Dekanat Westerwald

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