Pilgerweg - Rund um das Evangelische Dekanat Westerwald

Der Pilgerweg des Ev. Dekanats Westerwald umfasst 12 sorgfältig geplante und ausgewählte Etappen mit insgesamt 200 Kilometer. Die Wege führen entlang der Grenzen unseres Dekanats und laden Sie ein, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu tanken. Jeder Schritt auf diesen Pfaden ist eine Einladung, sich selbst und Gott näherzukommen, die Schönheit der Natur zu genießen und Gemeinschaft zu erleben.

Wichtiger Hinweis: Es gibt keine Beschilderung der Strecke, bei einer Länge von 200 Kilometern ist die Unterhaltung einer Beschilderung kaum zu leisten. Daher sind die Streckenführungen bei den folgenden Beschreibungen auf Komoot und Outdooractive verlinkt sowie als GPX-Dateien zum Download verfügbar.

Die Pilgerwege >

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Kirchengeschichte trifft Erdgeschichte

Westerburg bis Wallmerod

18,5 km
390 m
420 m

Die erste Etappe startet am Sitz des evangelischen Dekanats Westerwald in der Neustraße in Westerburg und führt vorbei an der Schlosskirche zur Stiftskirche in Gemünden. Hier trifft man auf mehr als 1200 Jahre Kirchengeschichte. Gleichzeitig werden am Naturdenkmal Kranstein 400 Millionen Jahre Erdgeschichte sichtbar. Bei gutem Wetter hat man vom Burgberg in Weltersburg eine gute Aussicht auf den Taunus.

2

Basalt, Ton und eine Metropole

Wallmerod bis Montabaur

15 km
170 m
240 m

Durch beeindruckende Naturlandschaften im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus führt der Weg vorbei an Basalt-Schluchten und verschiedenen Tongruben tertiären Zeitalters. Kurz hinter dem Dörfchen Girod gelangt man durch eine Unterführung auf die Südseite der A3. Wunderschön verläuft der Pilgerweg auf dem Mühlweg bei Heiligenroth im Naturschutzgebiet Nassau bis in die Metropole Montabaur mit ihrer historischen Altstadt und dem markanten Schloss.

3

Maria, Josef und Goethe

Montabaur bis Hillscheid

19 km
360 m
310 m

Auf dem sogenannten Krippenweg pilgert man von Montabaur aus bis Neuhäusel stets leicht bergan. Besonders im Dezember sind hier entlang des Weges liebevoll gestaltete Weihnachtskrippen zu finden. Durch die wunderschönen Laub- und Nadelwälder des südlichsten Zipfels im Westerwald erreicht man den Goetheweg, der durch ein bewaldetes Tal schließlich wieder hinauf nach Hillscheid führt.

4

Keramik, Kunst und Kirche

Hillscheid bis Höhr-Grenzhausen

10 km
300 m
320 m

Es geht auf überwiegend naturbelassenen Wegen am Kuckucksberg vorbei, über die Höhrer Tongrube bis in die Kunststadt Höhr-Grenzhausen. Die Stadt im Kannenbäckerland ist ein Mittelpunkt der keramischen Industrie und Mitglied des Netzwerkes der UNESCO Creative Cities. Die Verbundenheit mit dem Keramikhandwerk entdeckt man auch im besonderen Kirchenraum der Evangelischen Kirche.

5

Kannenbäckerland

Höhr-Grenzhausen bis Ransbach-Baumbach

15 km
350 m
320 m

Auf dem Raubritterpfad verläuft die Strecke fast schon alpin von Höhr-Grenzhausen im Herzen des Kannenbäckerlandes über das malerische Dörfchen Grenzau und weiter durch das Brexbachtal bis nach Kammerforst. Am Geotop „Glockenschachtfeld“ kann man den Tonbergbau hautnah erleben. Diese Etappe endet am schönen Erlenhof-See in der Töpferstadt Ransbach-Baumbach.

6

Auf jüdischen Spuren

Ransbach-Baumbach bis Selters

11,4 km
170 m
220 m

An der kleinen Kapelle am Erlenhof-See beginnt diese Route im Osten von Ransbach-Baumbach. Im Herzen des Städtchens liegen sich die katholische und die evangelische Kirche direkt gegenüber. In Mogendorf wurde in den 50er Jahren die ehemalige Synagoge zur evangelischen Kirche umgebaut. Auf einer bewaldeten Anhöhe vor der über 1000 Jahre alten Stadt Selters liegt der große, jüdische Friedhof, der von der bewegenden jüdischen Geschichte der Region zeugt.

7

Der Adel und die Räuber

Selters bis Höchstenbach

16 km
210 m
150 m

Über den Hammermühlenweg geht es auf einem Single-Trail leicht bergauf und die letzten vier Kilometer schnurgerade bis nach Höchstenbach. Auf dieser Strecke lohnt sich eine kleine Pause in der Waldruhe der Mündersbacher Waldkirche. Ende des 18. Jahrhunderts herrschten hier die Grafen von Sayn. Gleichzeitig trieben Räuber und Banditen ihr Unwesen in diesem Teil des Westerwaldes. Als Grenzgänger bewegt man sich zwischen historischen Herrschaftsgebieten.

8

Zwischen Wied und Nister

Höchstenbach bis Limbach

18,5 km
240 m
310 m

An der schönen Wied entlang führt die Strecke bis hinauf in die bergige Kroppacher Schweiz. Zuvor kann man die wunderschön restaurierte Kirche in Wahlrod mit ihren eindrucksvollen Malereien im Altarraum bestaunen. Der Zutritt zur Kirche sollte organisiert werden. Über schmale Pfade in den Wäldern an der kleinen Nister erreicht man das malerische Limbach mit seiner Mühle und der berühmten Steinbogenbrücke. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum „Weltende“.

9

Sportlich auf die Höhen

Limbach bis Bad Marienberg

20 km
410 m
190 m

Das Höhenprofil zeigt, dass es weiter hinauf geht auf die Höhen des Westerwaldes. Die schwerste der zwölf Pilger-Etappen führt recht einsam über den Nauberg und Kirburg, bis in die geschäftige Kurstadt Bad Marienberg mit ihrem Wildtier- und Kletterpark. Durch den schön angelegten Basalt-Park verläuft die Strecke entlang der Geschäftsstraße in Bad Marienberg bis zur Evangelischen Kirche.

10

Kurort mit Basalt

Bad Marienberg bis Liebenscheid

15,5 km
280 m
220 m

Die Kurstadt, die bereits im Mittelalter im Jahr 1048 urkundlich erwähnt wurde, erlebte eine sehr interessante Geschichte mit häufig wechselnden Herrschaften und beherbergt einige Kulturdenkmäler. An der schwarzen Nister entlang führt der Pilgerweg bis zur Basaltwand in der Bacher Lay und über den Salzburger Kopf geht’s weiterhin hinauf ins abgelegene Liebenscheid.

11

Ketzer und Missionare

Liebenscheid bis Rehe

16 km
230 m
230 m

Auf dieser Etappe sollte man einen Kompass mit sich führen, um die schwankende Polarität der Kompassnadel an den ungewöhnlichen Ketzersteinen festzustellen. Über das Dreiländereck geht’s weiter bis ins hessische Rabenscheid. Dort verläuft der Pilgerweg ein Stück auf dem bekannten Missionsweg Nord Nassau bis nach Rehe mit seinem historischen Betsaal.

12

Wiesen und Schluchten

Rehe bis Westerburg

22 km
250 m
440 m

Die letzte Etappe führt durch malerische Landschaften stets bergab von Rehe bis nach Gemünden. Vorbei an schroffen Felsformationen bewegt man sich durch die Holzbach-Schlucht bis zur ältesten Kirche im Westerwald, der Stiftskirche in Gemünden. Anschließend führt die Route über den alten Stiftsweg nach Westerburg.